Rod Tropheus

 

 

     Die Gattung Xenotilapia umfaßt einige Arten von Sandcichliden, die überwiegend in seichten Zonen leben.

In diese Gattung wurde jetzt erneut systematisch die Art Enantiopus eingestuft, die auf Grund einiger anatomischen Merkmale vor einigen Jahren aus der Gattung ausgegliedert wurde. Alle Vertreter sind ziemlich empfindlich auf dauerhaft gute Wasserqualität. Manchmal kann es den Anschein erwecken, daß sie ohne jeglichen Grund sterben, auch wenn eventuell andere Beckenbewohner noch lange ohne Wasserwechsel in bester Verfassung am Leben bleiben. Bei allen Arten sind lange, gut zugedeckte Becken mit feinem Sand auf dem Boden empfohlen. Die Fische durchwühlen nahezu ständig den Sand und suchen nach winzigen wirbellosen Tieren, die in der Natur den überwiegenden Anteil ihrer Nahrung bilden.

 


Xenotilapia ochrogenys „Ndole“

 

     Xenotilapia ochrogenys Ndole – wächst bis zu 12 cm an. Dank ihrer Farbenpracht und den schwarzen Punkten an den Seiten gehören die Männchen zu den schönsten Vertretern ihrer Gattung. Wie schon erwähnt, begrenzen sie beim Ablaichen ihr Territorium mit Türmen aus aufgehäuftem Sand. Die Zahl der Jungen aus einer Brut beträgt um 30 Stück.

 

           

 


Xenotilapia ochrogenys Mzuri

 

 

            

 

 


Xenotilapia papilio

 

Xenotilapia papilio  - diese Art umfaßt ebenfalls einige Farbformen.

Die Fischgruppe bezeichnet als Sunflower hat meistens einen gelben Kopf oder mindestens ein Teil davon und diese gelbe Farbe geht auf dem Körper allmählich in hellbraune Farbe über. Auf der Rückenflosse findet man eine markante Zeichnung, entweder in Form eines "Pfauenauges", oder geordnet in verschiedenartige, ebenfalls sehr ausdrucksvolle Bilder.

 

       

 


Xenotilapia papilio Isanga

 

         

 


Xenotilapia papilio Tembwe

 

 

       Einer der schönsten Vertreter der Gattung, und ich wage es zu behaupten auch aus dem ganzen See ist X. papilio von dem Gebiet Tembwe. Eine große Verbreitung in den Aquarienbecken werden wir wohl in der nahen Zukunft nicht erleben, denn X. papilio Tembwe gehört zu den ganz schwierigen Zöglingen, sei es auf Grund der Anspannung während des Transportes, der Schreckhaftigkeit, innerartlichen Unverträglichkeit oder anderer Faktoren.

    Bei dem Ablaichvorgang ist das dominante Männchen imstande, die ganze übrige Gruppe auch in einem Zweimeterbecken, nur auf einen ¼ der Fläche zu drängen, nur um genügend Ruhe für das Ablaichen zu haben. Nur selten trägt das Weibchen die Larven bis zu der Übergabe an das Männchen aus, denn die Aggressivität des Männchens nach dem Ablaichen läßt allmählich nach und das Paar schließt sich der Gruppe wieder an, wo die ständigen kleinen Streitereien nicht zu der Entwicklung der Eier beitragen. Das tragende Weibchen ist entweder selbst durch die ständige Unruhe in der Gruppe frustriert, oder ruft Plänkeleien selbst hervor, um für sich mehr Raum zu beschaffen.

       Bessere Ergebnisse habe ich bei der Aufzucht in Paaren erreicht, allerdings sind die Elterntiere in diesem Fall wiederum sehr scheu und schreckhaft. Das führt zu einem Streß, der manchmal die Zerstörung der Brut verursachen kann. Selbst die Vergesellschaftung mit anderen gar toleranten Arten war nicht ganz ohne Probleme. So konnte ich zum Beispiel einigemal regelrechte Kämpfe zwischen einem Männchen X. papilio Tembwe, das sein Territorium für seine "tragende" Gefährtin verteidigte, mit einem Männchen P. nigripinnis Blue Neon beobachten.

 

Xenotilapia papilio Tembwe  Xenotilapia papilio Tembwe  Xenotilapia papilio Tembwe   

 

      

 

 

 


Xenotilapia nigrolabiata Red Princess